Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.

Allgemeines

Um allen Mietern optimale Wohn- und Lernbedingungen zu bieten, sind gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt Voraussetzung. Die Hausordnung ist von allen zu beachten und einzuhalten. Sie ist Teil des Mietvertrages.

1. Formalitäten beim Einzug
Die Übergabe des Mietobjektes ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00-11:00 Uhr und von 14:00-16:30 Uhr möglich.
Die Büros des VBSL sind an den Wochenenden und an den bernischen kantonalen Feiertagen www.feiertagskalender.ch geschlossen.

Auf Verlangen des Mieters kann der Schlüssel, sofern der unterschriebene Vertrag, die Kaution sowie die erste Monatsmiete beim VBSL eingetroffen sind, in einer Schlüsselbox deponiert werden. Hierzu muss der VBSL vorgängig informiert werden.

Eine Schlüsselübergabe ausserhalb der vorgesehenen Zeiten ist ohne Absprache mit dem VBSL nicht möglich. Neuankömmlinge sind in diesem Fall gebeten auswärts zu übernachten.

Die Mieter erhalten die persönlichen Schlüssel ausgehändigt. Eine Weitergabe von Schlüsseln an Dritte ist untersagt. Der Verlust eines Schlüssels ist unverzüglich der Hausleitung zu melden. Der Mieter unterschreibt für die Vollständigkeit und den Zustand des in seinem Objekt übernommenen Mobiliars auf dem Formular „Zimmerinventar“.

Beim Einzug ist der Mieter gebeten ein Passfoto abzugeben.

2. Formalitäten beim Auszug
Auszüge sind von montags bis freitags zu den üblichen Arbeitszeiten des Hausleiters möglich. Fällt das Mietende auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, so sind Auszüge auf spätestens am letzten Werktag des Monats bis 11.00 Uhr zu planen.
Der Mieter vereinbart vorgängig (spätestens 1 Woche vor Austritt) mit der Hausleitung einen Termin.

Beim Auszug hat der Mieter das von ihm bewohnte Mietobjekt sowie sämtliche andere von ihm mit benutzten Räume, Schrankfächer und Kühlschränke vollständig zu räumen und zu reinigen (Reinigungscheckliste kann bei der Hausleitung bezogen werden).

Beim endgültigen Auszug findet nach einer gemeinsamen Besichtigung die Übergabe des Mietobjektes sowie die vom Mieter benutzten Schrankfächer/Kühlschrank statt. Eventuelle Mängel oder notwendige Nachreinigungen werden schriftlich auf dem Formular „Austrittsrapport“ festgehalten und von beiden Parteien unterzeichnet. Allfällige Kosten für deren Behebung werden von der Kaution abgezogen.

Die Kaution oder der nicht verrechnete Teil der Kaution wird beim Auszug während den Öffnungszeiten bar zurückbezahlt. Auf ausdrücklichen Wunsch kann die Kaution gegen Gebühr überwiesen werden.

3. Post
Jedem Mieter steht ein abschliessbares Postfach zur Verfügung. Das Postfach soll regelmässig geleert werden. Die Mieter werden gebeten den Absendern die korrekte und vollständige Adresse (Name und Zimmernummer) anzugeben. Nicht korrekt adressierte Zustellungen werden durch die Post an den Absender zurückgeschickt. Eingeschriebene Briefe sowie grosse Pakete können am Schalter abgeholt werden.

4. Besucher
Jeder Mieter ist für seine Gäste persönlich verantwortlich. Besucher, die im Hause übernachten, sind immer und im Voraus mit dem Formular „Besuchsmeldezettel“ zu melden. Handelt es sich immer um dieselbe Person, kann eine einmalige Besuchsmeldung mit dem Vermerk „gelegentlich“ abgegeben werden.
Für einen längeren Aufenthalt im Studentenlogierhaus (ab 3 Nächten) ist im Voraus die Zustimmung des VBSL einzuholen. Der Aufenthalt ab 3 Nächten ist kostenpflichtig (CHF 30.00/Nacht). Mehr als 1 Gast darf nicht im Zimmer übernachten. Es stehen Gästezimmer gegen Gebühr zur Verfügung (CHF 60.00/Nacht).

5. Mietobjekt
Der Mieter haftet für die Vollständigkeit und den Zustand des Inventars. Beschädigtes oder unvollständiges Mobiliar (inkl. Bettwäsche, Decke usw.) werden dem Mieter in Rechnung gestellt.
Das Mobiliar darf nicht entfernt oder abgeändert werden.

Das Mietobjekt wird durch den Mieter selber gereinigt. Regelmässiges Lüften der Räume durch den Mieter wird erwartet.

Schäden sind unverzüglich der Hausleitung zu melden. Bei Unterlassung kann sich der Mieter später nicht darauf berufen, dass der Schaden vor Einzug in das Mietobjekt bereits vorhanden war.

Wandschmuck ist nur an der dafür vorgesehenen Einrichtung anzubringen, keine Klebebänder an Wänden, Türen und Schränken verwenden.

In den Zimmern dürfen aus brandschutztechnischen Gründen keine elektronischen Geräte wie Kocher, Tauchsieder, Toaster, persönliche Kühlschränke etc. verwendet werden.

Nasse Wäsche ist in der dafür vorgesehenen Waschküche zu trocknen. Bitte nicht in den Zimmern aufhängen (Feuchtigkeitsschäden sind zu vermeiden).

Das Halten von Haustieren ist nicht gestattet.

Andere Internet-Installationen als die vom VBSL zur Verfügung gestellten, sind nicht erlaubt.

6. Stockwerksgemeinschaft/Küchengemeinschaft
Die Mieter eines Stockwerkes bilden eine Stockwerksgemeinschaft und werden durch die Stockwerkverantwortlichen über das Geschehen im Studentenwohnhaus informiert.
Die Stockwerksgemeinschaft wählt ihren Vertreter jeweils Anfangs Semester selber. Ist kein Stockwerkverantwortlicher bei der Hausleitung gemeldet, müssen sich die Mieter die Informationen selber beschaffen. Die Hausleitung steht für diese Aufgabe nicht zur Verfügung. Informationen werden jeweils auch durch Aushänge beim Empfang und auf den Stockwerken publik gemacht.
Jeder Mieter hat monatlich einen kleinen Betrag an die Stockwerkskasse und an die Hauskasse zu entrichten. In Sonderfällen (z.B. bei grösseren Sachschäden) können durch Beschlüsse der Hausversammlung bzw. auf Anordnung des VBSL weitere Pflichtbeiträge geltend gemacht werden.

Für Schäden auf den Stockwerken, den Balkonen (sofern vorhanden) und den Gemeinschaftsräumen haftet die Stockwerksgemeinschaft solidarisch, sofern der Verursacher nicht ermittelt werden kann.

Jeder Mitbewohner eines Stockwerks soll ein ihm zugeteiltes Amt übernehmen.

Die Stockwerke werden wöchentlich gereinigt (Aufenthaltsräume, gemeinschaftliche Küche, gemeinschaftliche Nasszonen und Toilettenanlagen). Als „gemeinschaftlich“ gelten Anlagen mit mehr als 3 zugeteilten Zimmern. Ausserordentliche Verschmutzungen werden dem Stockwerk in Rechnung gestellt.

Gegenstände, welche die Reinigungsarbeiten behindern, Wege versperren oder unsachgemäss gelagert sind, werden nach erfolgloser Abmahnung auf Kosten der Stockwerksgemeinschaft entsorgt.

a) Stockwerksverantwortlicher/Küchenverantwortlicher
Die Stockwerksgemeinschaft wählt einen Stockwerksverantwortlichen. Dieser kümmert sich um einen geregelten Ablauf auf dem Stockwerk selber, achtet auf die Einhaltung der Hausordnung und auf eine sorgfältige Behandlung des Stockwerksinventars. Er ist Vermittler zwischen der Stockwerksgemeinschaft und dem Hausleiter bzw. dem Hauschef/Studentenvertreter.

Jeder Mieter ist grundsätzlich verpflichtet, die Funktion des Stockwerkverantwortlichen im Turnus zu übernehmen.

Der Stockwerksverantwortliche/Küchenverantwortliche nimmt an der Hausversammlung teil und teilt Informationen mündlich und durch Aufhängen des Hausversammlungsprotokolls an die Stockwerksgemeinschaft mit.

Für das fristgerechte Zahlen von Beiträgen der Stockwerksgemeinschaft an die Hauskasse, die Stockwerkskasse und für Schäden ist der Stockwerkverantwortliche/Küchenverantwortliche zuständig.

b) Küchen
Die Küche ist nach jedem Gebrauch vom Benutzer selber aufzuräumen und zu reinigen. Geschirr und Besteck werden nach jedem Gebrauch sauber gereinigt an ihren Ort zurückgestellt. Bei Nichteinhaltung wird die Küche nicht gereinigt und die Stockwerkgemeinschaft wird gemahnt, die Küche aufzuräumen und schmutzige, gebrauchte Küchenutensilien ordentlich zu reinigen und zu versorgen. Bei erfolgloser Mahnung werden die zusätzlichen Reinigungskosten der Stockwerkgemeinschaft in Rechnung gestellt.
Der Zustand des Küchenmobiliars wird regelmässig durch die Hausleitung kontrolliert und wenn und wo nötig instand gestellt oder ersetzt. Schäden sind der Hausleitung zu melden.

Die Kühlschränke/ Gefrierschränke sind regelmässig durch den Mieter selber gründlich zu reinigen und von Zeit zu Zeit abzutauen.

Die Küchen und Balkone sind keine Partyräume. Die Benutzung der Küche durch Stockwerksmitglieder soll nicht durch andere Gäste bzw. Mieter von anderen Stockwerken gestört werden. Stockwerksfremde Personen können von den Stockwerksbewohnern aufgefordert werden, diese zu verlassen.

c) Balkone
Das Grillen auf den Balkonen ist untersagt. Unterhaltungen sollen in Zimmerlautstärke sein. Auf die umliegende Nachbarschaft muss zwingend Rücksicht genommen werden.

7. Gemeinschaftsräume ausserhalb der Stockwerke
Sämtliche Gemeinschaftsräume und das sich darin befindende Inventar ist schonend zu behandeln. Alle Schäden oder Störungen sind unverzüglich der Hausleitung zu melden. Für Schäden in den Gemeinschaftsräumen haften alle Mieter solidarisch, sofern der Verursacher nicht festgestellt werden kann.

a) TV Raum (falls vorhanden)
Nach Nutzung der Räume sollen diese sauber hinterlassen werden, eine nötige Reinigung durch das Personal von VBSL wird den Verursachern in Rechnung gestellt. Die TV-Geräte und Musikanlagen sind so einzustellen, dass sie andere Mieter in den Wohnhäusern nicht tangieren (Zimmerlautstärke).

b) Musikräume (falls vorhanden)
Für Bewohner welche musizieren wollen, stehen eigens für diesen Zweck vorhandene Musikzimmer/-räume zur Verfügung. Das Musizieren in den eigenen Zimmern ist verboten.

Zu den vorhandenen Klavieren ist Sorge zu tragen. Durch unsachgemässe Nutzung entstandene Schäden werden der Mieterschaft in Rechnung gestellt.
Partys sind in den Musikräumen nicht gestattet. Die Räume sind nach der Nutzung sauber zu hinterlassen.

8. Verhalten im Haus

a) Schutz vor Lärm
Aus Rücksicht auf andere Mieter ist sowohl tags- als auch nachtsüber jeglicher Lärm zu vermeiden. Die Hellhörigkeit des Hauses ist auch beim Telefonieren, resp. skypen zu beachten.
Sound-Anlagen / DVD-Player etc. sind im ganzen Haus inkl. Balkone auf Zimmerlautstärke einzustellen. Zwischen 22:00 und 7:00 Uhr gilt im Haus sowie im Aussenbereich absolute Nachtruhe.

Die Nachtruhezeiten sind auch an den Wochenenden einzuhalten.

b) Hausanlässe
Partys und grosse Menschenansammlungen sind im ganzen Haus verboten.

c) Rauchen
Wir haben Non-Smoking Wohnhäuser. Durch Rauchen entstandene Schäden (Geruchsimmissionen) bzw. hierdurch entstandene Reinigungen werden dem Mieter in Rechnung gestellt.

d) Brandschutz
Das Haus ist mit einer Brandmeldeanlage ausgerüstet, die ausschliesslich vom Personal VBSL bedient werden darf. Jeder Bewohner ist dafür verantwortlich, Brände zu verhüten. Bei fahrlässiger Auslösung eines Feueralarms werden die Kosten dem Verursacher in Rechnung gestellt. Kann dieser nicht ermittelt werden, haftet die Mieterschaft solidarisch.
Die Notausgänge sind stets freizuhalten. Die Feuertreppen dürfen nur im Notfall benutzt werden. Alle weiteren Brandschutzvorschriften sind zwingend einzuhalten.

9. Abstellen von Fahrzeugen
Fahrräder werden nur im Fahrradkeller oder den dafür vorgesehenen Fahrradständern abgestellt. Fahrräder müssen mit Namen und Zimmernummer gekennzeichnet sein. Für Motorfahrzeuge sind einige Parkplätze vor den Studentenwohnhäusern vorhanden, welche gemietet werden können.

10. Hauschef/Studentenvertreter
Der Hauschef/Studentenvertreter steht den Mietern bei Fragen und Problemen als Ansprechperson zur Verfügung.
Er ist Vermittler zwischen Mieter und Vermieter (VBSL). Der Hauschef/Studentenvertreter organisiert und leitet die Hausversammlung und achtet auf die Einhaltung der Hausordnung.
In dringenden Fällen und bei Vorkommnissen ausserhalb der Bürozeiten informiert der Hauschef/Studentenvertreter die jeweilige Hausleitung VBSL.

11. Hausversammlung
Bei Semesterbeginn oder nach Bedarf findet eine Hausversammlung statt. Diese wird in der Regel in Deutsch abgehalten.
Die Versammlung wird vom Hauschef/Studentenvertreter einberufen und geleitet. Eingeladen werden der Hausleiter, die Geschäftsführung VBSL, die Stockwerksverantwortlichen/Küchenverantwortlichen, der Hauskassier und der Spiel- und Multimediaverantwortliche. Die Mieter haben via Stockwerksverantwortlichen/Küchenverantwortlichen ein Mitspracherecht. In der Versammlung werden Anliegen und Probleme besprochen und nach Lösungen gesucht.
Beschlüsse werden durch die Mehrheit der Anwesenden getroffen und müssen von der Hausgemeinschaft akzeptiert und befolgt werden. Das Protokoll wird vom Hauschef/Studentenvertreter verfasst (in der Regel dt/engl.), vom VBSL gegengelesen und den Stockwerkverantwortlichen/Küchenverantwortlichen zugestellt.

12. Nachweis für Freiwilligenarbeit
Die Studentenhäuser haben Gemeinschaftscharakter. Mieter, welche zum Wohle der Gemeinschaft ein Amt übernehmen (Hauschef, Stockwerkverantwortlicher/Küchenverantwortlicher, Hauskassier, Spiel- und Multimediaverantwortlicher) und sich engagieren, erhalten für ihr Engagement einen Nachweis für die Freiwilligenarbeit vom VBSL.

13.
Der VBSL behält sich das Recht vor, die nötigen Massnahmen zu treffen, damit die Regeln und Gewohnheiten des Hauses beachtet werden. Die Hausordnung wird vor Ort in den Studentenhäusern von den Hausleitern durchgesetzt.

Nichteinhaltung dieser Hausordnung hat eine Verwarnung zur Folge und wird eine Benachrichtigung der Gast- bzw. Heimatuniversität oder des Arbeitgebers nach sich ziehen. Bei schweren und/oder wiederholten Zuwiderhandlungen und Verstössen gegen die Hausordnung behält sich der VBSL die einseitige und fristlose Kündigung des Mietvertrages vor.

Mit der Unterzeichnung des Mietvertrags erklärt sich der Mieter einverstanden, die jeweils gültige Hausordnung einzuhalten.

Ausgabe August 2018
Genehmigt durch den Verein Berner Studentenlogierhaus (VBSL)